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Editorial
Dieter Bosshard | Präsident

Wir stehen an einer wichtigen und entscheidenden Stelle unseres Verbandes. Der für uns wichtige Auftrags- und Visionsprozess haben wir hinter uns und nun geht es in die Umsetzungsphase. Gleichzeitig machen wir uns schon länger Gedanken zu einem neuen Namen. «Chrischona» führt immer wieder zu sprachlichen Verwechslungen und Unklarheiten, obwohl er eigentlich schon lange bekannt und in freikirchlichen Kreisen etabliert ist. Er wurzelt auf dem Namen eines Weilers oberhalb von Bettingen im Kanton Basel-Stadt und dem damaligen Ursprung unserer freikirchlichen Bewegung.

Wir möchten nun die grosse Chance nutzen, in Zukunft mit einem für alle Sprachregionen klaren und verständlichen Namen aufzutreten und uns in der kirchlichen Landschaft positionieren zu können. Wir vom Vorstand und der Leitung Schweiz sind uns einig, dass wir uns in Zukunft mit dem neuen Namen auch eine neue, klare Identifikation geben können, die von Jung und Alt und von allen Sprachregionen gut verwendet werden kann. Ich freue mich auf eine neue Namens-Ausrichtung, auch wenn mir bewusst ist, dass uns vieles mit Chrischona verbindet und verbunden bleibt. Wir dürfen zu unseren Entstehungs-Wurzeln stehen. Wir dürfen uns aber auch mutig von einem Namen lösen und freudig in die Zukunft blicken und nach neuen, hoffnungsvollen Ufern aufbrechen.

Ich bedanke mich für eure Unterstützung und würde mich freuen, den neuen gemeinsamen Weg mit einem neuen, frischen Namen mutig und mit Gottes Hilfe gehen zu können.

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Ich liebe St. Chrischona
Christian Haslebacher | Vorsitzender Leitung Schweiz
Als Gemeindeverband Chrischona Schweiz denken wir darüber nach, unseren Namen zu ändern. Dies löst bei mir selbst einen gewissen Schmerz aus. Ich liebe St. Chrischona: den Ort, seine Geschichte und seine Berufung.
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La Suisse existe
Stefan Fuchser | Regionalleiter Leitung Schweiz
2015 lancierte die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW die Veranstaltungsreihe «La Suisse existe – La Suisse n’existe pas» mit dem Ziel, die verschiedenen Facetten der Schweiz zu präsentieren und den Reichtum der sprachlichen und kulturellen Vielfalt positiv darzustellen. So wurden 2016 Studien zur Wohlfahrt und zum Wohlbefinden in der vielfältigen Schweiz erstellt. 2017 entstanden Vortragsreihen zu Migration und Mobilität und 2018 wurde das schweizerische Kulturerbe untersucht.
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Raider heisst jetzt Twix
Mirjam Kupferschmid | Vorstandsmitglied
Wer vor 1991 schon Schokoriegel verzehrt hat, kennt den Slogan «Raider heisst jetzt Twix – sonst ändert sich nix» in und auswendig. Wem das nichts mehr sagt, der wird sich dafür umso mehr an 2015 erinnert, wo an gefühlt allen Plakatwänden in der Schweiz schwarz auf weiss stand: «Orange heisst jetzt Salt.» Chrischona Schweiz mit Schokoriegeln und Telekommunikationsanbietern zu vergleichen ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber: Wenn ich Menschen ohne Bezug zur Freikirchenszene erklären darf, was «Chrischona» ist, brauche ich ein paar Minuten. Ich starte bei der Geschichte – wie es zu diesem Namen gekommen ist – und komme in einem zweiten Schritt zur Gegenwart – wofür Chrischona steht und was wir tun.

Ich führe diese Gespräche gerne, aber denke jedes Mal: Warum kann ich nicht gleich bei der Gegenwart oder gar der Zukunft ansetzen? Ich würde gerne in einem Satz erklären, wofür wir stehen und was wir uns wünschen. Das sehe ich als grossen Mehrwert in der heutigen Zeit, in der die Aufmerksamkeitspanne für ein Thema immer kürzer wird. Der Namensfindungsprozess hatte genau das zum Ziel: Wenn in einem «Elevator Speech» (Eine Methode aus der Geschäftswelt für eine Kurzzusammenfassung) innerhalb von 30 Sekunden und mit max. 75 Wörtern eine Projektidee präsentiert werden soll, muss man gleich auf den Punkt kommen. Der neue Name soll das ermöglichen. Die geschichtlichen Aspekte können dann erläutert werden, wenn die «Geschäftsidee» Anklang gefunden hat. Nun können wir mit den vorgeschlagenen Namen direkt auf den Punkt kommen. Die Chrischona-Geschichte ist nach wie vor Teil unserer Bewegung und ist auch Teil meiner persönlichen Familiengeschichte. Die Reihenfolge ist jedoch entscheidend hier. Die Geschichte wird nicht weniger wichtig, sondern sie tritt im Namen einfach an zweite Stelle. An die erste Stelle tritt die Vision mit ihrem Bezug zur Gegenwart.

Als Teil der Projektgruppe zur Namensfindung bin ich begeistert, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, über diese Veränderung abzustimmen und mit dem Verbandsnamen der Vision Ausdruck zu verleihen – mit dem Namen direkt in der Gegenwart zu starten.

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Weiter Laufen im Vertrauen auf Gott
Eveline Hedinger | Vorstandsmitglied
Wir sind von Gott aufgefordert, in Bewegung zu bleiben. Mutig zu sein, da Gott mit uns ist. Das ist nicht immer ganz einfach, wenn man nicht weiss, wohin der Weg führt und was eine Veränderung mit sich bringt. Veränderungen können bedrohend oder herausfordernd sein. Ich liebe Herausforderungen und sehe sie immer als Chance in der jeweiligen Situation. Die Herausforderung, vor der wir als Verband stehen, ist eine mögliche Namensänderung.

Chrischona ein Name, der mich schon fast mein ganzes Leben begleitet. Für mich war und ist dieser Name gefüllt mit Gottes Gegenwart, gefüllt mit Wärme, Trost, Ermutigung, Unterstützung. Der Name als solches hat mir nichts gesagt, die Bedeutung des Namens war mir nicht wichtig. Doch Gott, die Menschen und der Ort haben diesen Namen für mich gefüllt mit allem was ich mir ersehnte in Bezug auf Gemeinschaft.

Nun stehen wir vor einer Herausforderung, die sich viele von uns schon lange wünschen. Der sperrige Name Chrischona soll ersetzt werden durch einen neuen Namen. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich in Gefahr stehe, stehen zu bleiben, weil ich zu sehr am Alten hänge. Da ich Herausforderungen liebe, habe ich mich diesem neuen Weg gestellt. Ich will das Alte loslassen, damit das Neue eine Chance hat. Dazu gehört, dass ich traurig bin, dass ich Emotionen habe, die ich zulassen muss, damit ich offen sein kann für das Neue. Im Nachdenken über den Namenswechsel ist mir auch bewusst geworden, dass ein neuer Name nicht einfach gefüllt ist mit positiven Emotionen und Vorstellungen, diese müssen wir als Gemeinschaft erst schaffen, damit wir weiterhin ein Verband sind, der Gottes Geschmack mit sich trägt und Menschen deshalb gerne zu uns kommen.

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Namensfindungsprozess
Eine Video-Übersicht

Der nachfolgende Clip gibt einen Einblick in den Namensfindungsprozess der letzten Monate und bis hin zum eigentlichen Start im 2018. Er richtet sich an die Delegierten, denen Mitte September dieser Clip zugeschickt wurde.

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