Viva Kirche

Chrischona Schweiz wird auf Mai 2022 in Viva Kirche umbenannt. Das hat die Delegiertenversammlung am 20. November 2021 entschieden. Mit einer klaren Mehrheit hat sie den eingeschlagenen Weg von Vorstand und Leitung bestätigt. Um den Delegierten die Meinungsbildung zu ermöglichen, machte die Leitung während 3 Jahren eine Umbenennung immer wieder zum Thema. An verschiedenen Delegiertenversammlungen wurden Zwischenetappen erläutert und verabschiedet. Schlussendlich resultierte mit 78.5% Ja-Stimmen ein deutlicher Entscheid für den Namenswechsel.

 

Themenbeiträge zu Viva Kirche

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Es lebe die Kirche!
Ein Plädoyer von Christian Haslebacher

Einer Welt, in der die Kirche offensichtlich oder subtil bekämpft wird,
in der die öffentliche Meinung sehr kritisch auf die christliche Szene blickt,
einer Gesellschaft, die als nach-christlich bezeichnet wird,
erklären wir mit Freude, Mut und Glauben:
Es lebe die Kirche – viva Kirche!

Einer pluralistischen Gesellschaft, in der verschiedene Weltanschauungen darum ringen,
gehört, akzeptiert, befolgt und geliebt zu werden,
bezeugen wir die Schönheit und Bedeutsamkeit der christlichen, biblischen Botschaft
und sagen über die Botschafterin dieser Botschaft:
Es lebe die Kirche – viva Kirche!

Einer Bevölkerung, die sich nach sinnerfülltem Leben sehnt
und der von verschiedenen Organisationen Leben versprochen wird –
was sich unter anderem darin zeigt, dass Heime, Versicherungen,
Medikamente und Autogaragen «viva» in ihren Namen tragen –
verkündigen wir, dass bei Jesus das wahre Leben zu finden ist
und dass es eine Gemeinschaft gibt, die dieses Leben miteinander feiert:
Es lebe die Kirche – viva Kirche!

Menschen, die darauf hinweisen, dass es auch unter Christen zuweilen allzu menschlich zugeht,
gestehen wir ein, dass auch unser Leben aus Höhen und Tiefen,
aus Gelingen und Versagen besteht
und dass die Kirche nicht deshalb so gut ist, weil die Christen so gut wären,
sondern weil Jesus so gut ist und über die Kirche sagt:
Es lebe die Kirche – viva Kirche!

Der Bibel entnehmen wir, dass es einen lebendigen Tempel gibt,
ein lebendiges Haus eines lebendigen Gottes,
das aus Menschen als lebendigen Steinen gebaut ist,
die eine lebendige Hoffnung in diese Welt hinaustragen
und die Kraft lebendigen Wassers verbreiten sollen:
Es lebe die Kirche – viva Kirche!

«Es lebe die Kirche – viva Kirche!»
Das ist eine Ansage an die Welt,
das ist ein Bekenntnis zum Herrn der Kirche,
das ist eine Losung an die Mitglieder der Kirche.
«Viva Kirche» als Namen zu tragen braucht Mut,
denn einer solcher Name ist Programm, ist Auftrag, ist ein Weckruf.

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Leben in der Bibel
Stefan Fuchser | Regionalleiter Leitung Schweiz

Stefan Fuchser lässt sich vom Namen «Viva Kirche» inspirieren und denkt in diesem Beitrag darüber nach, wie sich ‹Viva› in der Bibel zeigt.

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Interview zum Namenswechsel
Von Jim Bühler mit Josias Burgherr

Jim Bühler, Pastor der Chrischona Kirchleerau-Reitnau, macht mit Josias Burgherr, Gemeindemitglied dieser Aargauer Gemeinde und Leiter Young Generation/Kommunikation bei Chrischona Schweiz ein Interview zum möglichen neuen Namen «Viva Kirche».

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Viva Kirche
Warum «Viva Kirche»?

Warum glauben wir, dass «Viva Kirche» der richtige Namen für unseren Verband ist? In diesem Video geben Christian Haslebacher und Stefan Fuchser einen Einblick in die Schönheit und Chance dieses Namens.

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Editorial
Dieter Bosshard | Präsident

Wir stehen an einer wichtigen und entscheidenden Stelle unseres Verbandes. Der für uns wichtige Auftrags- und Visionsprozess haben wir hinter uns und nun geht es in die Umsetzungsphase. Gleichzeitig machen wir uns schon länger Gedanken zu einem neuen Namen. «Chrischona» führt immer wieder zu sprachlichen Verwechslungen und Unklarheiten, obwohl er eigentlich schon lange bekannt und in freikirchlichen Kreisen etabliert ist. Er wurzelt auf dem Namen eines Weilers oberhalb von Bettingen im Kanton Basel-Stadt und dem damaligen Ursprung unserer freikirchlichen Bewegung.

Wir möchten nun die grosse Chance nutzen, in Zukunft mit einem für alle Sprachregionen klaren und verständlichen Namen aufzutreten und uns in der kirchlichen Landschaft positionieren zu können. Wir vom Vorstand und der Leitung Schweiz sind uns einig, dass wir uns in Zukunft mit dem neuen Namen auch eine neue, klare Identifikation geben können, die von Jung und Alt und von allen Sprachregionen gut verwendet werden kann. Ich freue mich auf eine neue Namens-Ausrichtung, auch wenn mir bewusst ist, dass uns vieles mit Chrischona verbindet und verbunden bleibt. Wir dürfen zu unseren Entstehungs-Wurzeln stehen. Wir dürfen uns aber auch mutig von einem Namen lösen und freudig in die Zukunft blicken und nach neuen, hoffnungsvollen Ufern aufbrechen.

Ich bedanke mich für eure Unterstützung und würde mich freuen, den neuen gemeinsamen Weg mit einem neuen, frischen Namen mutig und mit Gottes Hilfe gehen zu können.

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Ich liebe St. Chrischona
Christian Haslebacher | Vorsitzender Leitung Schweiz
Als Gemeindeverband Chrischona Schweiz denken wir darüber nach, unseren Namen zu ändern. Dies löst bei mir selbst einen gewissen Schmerz aus. Ich liebe St. Chrischona: den Ort, seine Geschichte und seine Berufung.
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La Suisse existe
Stefan Fuchser | Regionalleiter Leitung Schweiz
2015 lancierte die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW die Veranstaltungsreihe «La Suisse existe – La Suisse n’existe pas» mit dem Ziel, die verschiedenen Facetten der Schweiz zu präsentieren und den Reichtum der sprachlichen und kulturellen Vielfalt positiv darzustellen. So wurden 2016 Studien zur Wohlfahrt und zum Wohlbefinden in der vielfältigen Schweiz erstellt. 2017 entstanden Vortragsreihen zu Migration und Mobilität und 2018 wurde das schweizerische Kulturerbe untersucht.
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Raider heisst jetzt Twix
Mirjam Kupferschmid | Vorstandsmitglied
Wer vor 1991 schon Schokoriegel verzehrt hat, kennt den Slogan «Raider heisst jetzt Twix – sonst ändert sich nix» in und auswendig. Wem das nichts mehr sagt, der wird sich dafür umso mehr an 2015 erinnert, wo an gefühlt allen Plakatwänden in der Schweiz schwarz auf weiss stand: «Orange heisst jetzt Salt.» Chrischona Schweiz mit Schokoriegeln und Telekommunikationsanbietern zu vergleichen ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber: Wenn ich Menschen ohne Bezug zur Freikirchenszene erklären darf, was «Chrischona» ist, brauche ich ein paar Minuten. Ich starte bei der Geschichte – wie es zu diesem Namen gekommen ist – und komme in einem zweiten Schritt zur Gegenwart – wofür Chrischona steht und was wir tun.

Ich führe diese Gespräche gerne, aber denke jedes Mal: Warum kann ich nicht gleich bei der Gegenwart oder gar der Zukunft ansetzen? Ich würde gerne in einem Satz erklären, wofür wir stehen und was wir uns wünschen. Das sehe ich als grossen Mehrwert in der heutigen Zeit, in der die Aufmerksamkeitspanne für ein Thema immer kürzer wird. Der Namensfindungsprozess hatte genau das zum Ziel: Wenn in einem «Elevator Speech» (Eine Methode aus der Geschäftswelt für eine Kurzzusammenfassung) innerhalb von 30 Sekunden und mit max. 75 Wörtern eine Projektidee präsentiert werden soll, muss man gleich auf den Punkt kommen. Der neue Name soll das ermöglichen. Die geschichtlichen Aspekte können dann erläutert werden, wenn die «Geschäftsidee» Anklang gefunden hat. Nun können wir mit den vorgeschlagenen Namen direkt auf den Punkt kommen. Die Chrischona-Geschichte ist nach wie vor Teil unserer Bewegung und ist auch Teil meiner persönlichen Familiengeschichte. Die Reihenfolge ist jedoch entscheidend hier. Die Geschichte wird nicht weniger wichtig, sondern sie tritt im Namen einfach an zweite Stelle. An die erste Stelle tritt die Vision mit ihrem Bezug zur Gegenwart.

Als Teil der Projektgruppe zur Namensfindung bin ich begeistert, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, über diese Veränderung abzustimmen und mit dem Verbandsnamen der Vision Ausdruck zu verleihen – mit dem Namen direkt in der Gegenwart zu starten.

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Weiter Laufen im Vertrauen auf Gott
Eveline Hedinger | Vorstandsmitglied
Wir sind von Gott aufgefordert, in Bewegung zu bleiben. Mutig zu sein, da Gott mit uns ist. Das ist nicht immer ganz einfach, wenn man nicht weiss, wohin der Weg führt und was eine Veränderung mit sich bringt. Veränderungen können bedrohend oder herausfordernd sein. Ich liebe Herausforderungen und sehe sie immer als Chance in der jeweiligen Situation. Die Herausforderung, vor der wir als Verband stehen, ist eine mögliche Namensänderung.

Chrischona ein Name, der mich schon fast mein ganzes Leben begleitet. Für mich war und ist dieser Name gefüllt mit Gottes Gegenwart, gefüllt mit Wärme, Trost, Ermutigung, Unterstützung. Der Name als solches hat mir nichts gesagt, die Bedeutung des Namens war mir nicht wichtig. Doch Gott, die Menschen und der Ort haben diesen Namen für mich gefüllt mit allem was ich mir ersehnte in Bezug auf Gemeinschaft.

Nun stehen wir vor einer Herausforderung, die sich viele von uns schon lange wünschen. Der sperrige Name Chrischona soll ersetzt werden durch einen neuen Namen. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich in Gefahr stehe, stehen zu bleiben, weil ich zu sehr am Alten hänge. Da ich Herausforderungen liebe, habe ich mich diesem neuen Weg gestellt. Ich will das Alte loslassen, damit das Neue eine Chance hat. Dazu gehört, dass ich traurig bin, dass ich Emotionen habe, die ich zulassen muss, damit ich offen sein kann für das Neue. Im Nachdenken über den Namenswechsel ist mir auch bewusst geworden, dass ein neuer Name nicht einfach gefüllt ist mit positiven Emotionen und Vorstellungen, diese müssen wir als Gemeinschaft erst schaffen, damit wir weiterhin ein Verband sind, der Gottes Geschmack mit sich trägt und Menschen deshalb gerne zu uns kommen.

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Namensfindungsprozess
Eine Schritt für Schritt-Erklärung

Der nachfolgende Clip gibt einen Einblick in den Namensfindungsprozess der letzten Monate und bis hin zum eigentlichen Start im 2018. Er richtet sich an die Delegierten, denen Mitte September dieser Clip zugeschickt wurde.

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