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19.01.2016 15:40 Alter: 2 yrs
Kategorie: Chrischona Schweiz, Veranstaltungen
Von: Markus Dörr

Wie Männer zu Grossem fähig werden

Männertag 2016 von Chrischona Schweiz mit Marcel Hager


Marcel Hager, Referent des Männertags 2016 von Chrischona Schweiz

Marcel Hager kennt die grosse Sehnsucht nach Bedeutung, die viele Männer haben.

Ich bin, was ich tue!?

Männer lieben es, etwas zu tun. Aber was steckt dahinter? Der Männertag 2016 von Chrischona Schweiz hinterfragte die Leistungsorientierung.

„Ich mach’s!“ – ein typisch männlicher Spruch. Männer lieben es, etwas zu tun. Aber was steckt dahinter? Männer sollten das selbstkritisch hinterfragen, findet Marcel Hager. Auf dem Männertag 2016 von Chrischona Schweiz erklärte er rund 300 Männern, wie sie das tun können, was Gott für sie vorgesehen hat.

Fragen in der Wildnis

Die Wildnis ist ein guter Ort, den Charakter eines Mannes kennenzulernen. Im Ringen mit der Natur und den Elementen kann der Mann nicht alles kontrollieren, dort fallen seine Masken ab. Fragen werden laut: Wer bin ich? Was habe ich? Wo will ich hin? So hat es Marcel Hager als Leiter der Männerbewegung Opens external link in new window„Der 4te Musketier Schweiz“ oft erlebt.

Ich bin, was ich tue!?

Marcel Hager ist mit Männern in den schottischen Highlands, auf isländischen Gletschern und in den Schweizer Alpen unterwegs. Er hat ihre Verhaltensweisen beobachtet. Er weiss um die Feigenblätter, mit denen Männer ihre Fehler und ihre Nacktheit verdecken wollen. Und er kennt die grosse Sehnsucht nach Bedeutung, die viele Männer haben – den Zusammenhang zwischen „Ich bin“ und „Ich tue“. Daraus entstehe oft die Strategie: „Ich bin, was ich tue“, die aber nicht zum Ziel führen würde. „Durch das, was wir machen, können wir die Antwort auf die Frage nach unserer Bedeutung nicht finden“, erklärte Marcel Hager.

Moment der Nacktheit

Bei den Wanderungen in der Wildnis war Marcel Hager immer wieder Zeuge davon, wie Männer an ihr Limit kommen und wie sie gerade in diesen Situationen Gott begegnen. Zum Beispiel der starke Anführertyp, der stets voranschritt. Erst aufgrund einer Verletzung verstand er, dass er den Weg nicht allein schaffen muss. „Es braucht einen Zerbruch, wo wir die Feigenblätter ablegen. Dieser Moment der Nacktheit kann nicht umgangen werden“, ist Marcel Hager überzeugt. Symbolisch stellten diesen Moment drei Sportler auf der Männertagsbühne dar, indem sie ihre Sportkleidung ablegten. Nur noch in Unterwäsche auf einer Bühne zu stehen, offenbart die eigene Verletzlichkeit und braucht Mut.

„Gott will deine Hingabe“

Auch der biblische Prophet Elia hat seinen Moment der Nacktheit erlebt, als er sich in einer Höhle am Berg Horeb versteckte. Gott suchte und ermutigte ihn mit seiner feinen, sanften Stimme Opens external link in new window(1. Könige 19). Antworten auf die wesentlichen Lebensfragen finden sich also nicht in der Wildnis, sondern in der Beziehung zu Gott, die in der Wildnis neu entdeckt werden kann. „Gott will deine Hingabe. Hast du den Mut dich der Frage zu stellen, wie Gott dich sieht?“, fragte Marcel Hager die Männertagsbesucher.

Der Weg zur Berufung

Wer sich immer wieder zurück in die Beziehung zu Gott begebe und sich so der eigenen Bedeutung als Ebenbild Gottes versichere, sei schliesslich zu Grossem fähig. „Ich mach’s! hängt dann nicht mehr am Egoismus. Wenn wir unsere Identität gefunden haben, ist ein Auftrag daran geknüpft“, so Marcel Hager, bevor er den Weg zur Berufung aufzeigte: „Deine individuellen Stärken kombiniert mit den Bedürfnissen der Welt vor deinen Füßen – da liegt deine Berufung.“