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27.10.2014 14:08 Alter: 5 yrs
Kategorie: Menschen
Von: Chrischona Schweiz

„Wir wollen Wunder im TV zur Primetime erzählen!“

wunderheute.tv: Interview mit Andreas Lange


Foto von Andreas und Johana Lange-Rochels León beim zehnjährigen Jubiläum von wunderheute.tv

Andreas Lange und seine Frau Johanna freuen sich über das zehnjährige Jubiläum von wunderheute.tv im Jahr 2014.

Emil Holliger im Gespräch mit Andreas Lange von wunderheute.tv

Emil Holliger (links) aus der Chrischona Muttenz hat erlebt, wie Jesus ihn geheilt und befreit hat.

Seit zehn Jahren erzählt www.wunderheute.tv im Internet von Wundern. Diese geschehen nicht in entfernten Ländern, sondern in unserer Nähe. Auch in Chrischona-Gemeinden. Evangelist Andreas Lange hat bereits mehr als 200 Videos gedreht und veröffentlicht. Im Interview erklärt er, warum viele Menschen nicht mit Wundern rechnen und was es braucht, um ein Wunder zu erleben.

Chrischona: Auf www.wunderheute.tv erzählen Ihnen Menschen von den Wundern, die sie erlebt haben. Was ist eigentlich ein Wunder?
A. Lange: Wenn etwas menschlich Unmögliches durch Gottes Eingreifen möglich wird, ist es ein Wunder. So wie es in Opens external link in new windowLukas 18,27 steht. Ein Beispiel: Jemand erfährt, dass alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und hört: „Sie können jetzt heimgehen und sterben.“ Dann kann Jesus trotzdem noch Heilung schenken.

Chrischona: 10 Jahre gibt es wunderheute.tv in diesem Jahr. Warum haben Sie und das Team von Medialog diese Internetseite 2004 gestartet?
A. Lange: Psalm 75,2 war uns wichtig: „Wir danken dir, Gott, wir danken dir, wir bekennen dich als unseren Gott und erzählen von den Wundern, die du tust.“ Die Menschen sollen hören, dass Jesus auch heute noch Wunder tut.

Chrischona: Das allerdings bezweifeln sogar manche Christen. Haben wir verlernt, Wunder von Jesus zu erwarten?
A. Lange: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“, heisst ein aktuelles Buch des deutschen Autors Thomas Penzel. Und das stimmt auch. In Opens external link in new windowHebräer 13,8 steht, dass Jesus sich nicht verändert hat. Wenn wir das glauben, ist es keine Frage, dass Wunder heute geschehen. Nur erzählen wir nicht davon und haben uns damit abgefunden. So erwarten wir eben auch keine Wunder.

Chrischona: Was braucht es, damit sich das wieder ändert?
A. Lange: Wir sollten viel häufiger davon erzählen, was Jesus an uns getan hat. Und zwar ganz aktuelle Geschichten, sogenannte „god stories“. Nicht nur in Gemeinden und Hauskreisen, sondern auch am Arbeitsplatz. Das steckt Menschen an – und dann passiert auch Veränderung.

Chrischona: Welche Rückmeldungen erhalten Sie auf die Wunder?
A. Lange: Wir erleben immer wieder, dass Menschen neue Hoffnung bekommen. Sie sind erstaunt, dass Wunder ganz in ihrer Nähe passieren. Nicht im weit entfernten Ausland, sondern in Winterthur, Basel, Bern, Deutschland und Österreich. Also sagen sie sich, dass auch für sie noch Hoffnung auf Veränderung besteht.

Chrischona: Hat wunderheute.tv auch schon von Wundern bei Chrischona-Mitgliedern berichtet?
A. Lange: Ja, zum Beispiel haben mir Opens external link in new windowAlois und Rita Meier aus der Evangelischen Freikirche Zug, einer Chrischona-Gemeinde, ihre Geschichte erzählt. Alois hatte einen schweren Unfall. Es war monatelang unklar, ob er jemals wieder laufen kann. Eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen – auch für Rita, seine Ehefrau. Beide lernten in dieser schweren Zeit Gott tiefer kennen und schätzen. Vieles in ihrem Leben hat sich seither dank Jesus Christus positiv verändert. Ein weiteres Beispiel ist Opens external link in new windowEmil Holliger aus der Chrischona Muttenz, der von unkontrollierten Wutausbrüchen befreit und von Nikotinsucht geheilt wurde. Was ich schön finde: Immer spielt Gebet eine Rolle. Die Gemeinden beten für ihre Mitglieder und Freunde – und freuen sich dann gemeinsam mit ihnen über die Wunder.

Chrischona: Es gibt aber auch Fälle, wo jahrelang gebetet wird und nichts passiert.
A. Lange: Ich finde, dass diese Aussage nicht korrekt ist. Wo gebetet wird, passiert auch etwas. Vielleicht ist es nicht die grosse körperliche Heilung. Was wir Christen aber erleben, das ist der Friede Gottes. Zum Jubiläum von wunderheute.tv haben wir die Geschichte einer Frau erzählt, die nach 46 Jahren von ihrer chronischen Migräne geheilt wurde. Das ist nicht durch Handauflegen passiert, sondern während einer Lobpreiszeit im Gottesdienst. Sie erlebte es als Berührung vom Heiligen Geist. Sie ist einfach an Jesus dran geblieben, hat treu gebetet und Wunder von ihm erwartet.

Chrischona: Wie gehen Sie mit Menschen um, die Wunder in ihrem Umfeld erleben, bei sich selbst aber vergeblich um Veränderung bitten?
A. Lange: Wunder können wir nicht erzwingen. Das Vergleichen mit anderen ist nicht hilfreich, ebenso wenig das Ärgern über Jesus. Wir dürfen uns freuen, dass wir die Ewigkeit mit ihm verbringen können. Und wir sollten die Hoffnung auf ein Wunder nicht aufgeben.

Chrischona: Viele Zeitgenossen sind beim Erzählen von Wundern skeptisch. Erleben Sie Anfeindungen?
A. Lange: Ja, damit muss ich leben. Nach meiner Erfahrung kommen Skeptiker sogar eher aus christlichen Kreisen. Menschen, die Jesus noch nicht kennen, sind offen für Wunder. Daher finde ich es wichtig, dass Christen die Einheit miteinander suchen und sich auf den konzentrieren, der uns alle verbindet: auf Jesus.

Chrischona: Wie lange wollen Sie wunderheute.tv noch machen? Hören Sie bei 1000 Wundern auf?
A. Lange: Ich bin nach zehn Jahren noch nicht müde geworden, sondern weiter begeistert. Unser Wunsch und Gebet ist, dass wir mit den Wundern auch in säkularen Medien präsent sind. Ich bin jetzt mal ganz mutig und erhoffe mir, dass wir im Schweizer oder im deutschen Fernsehen zur Primetime erzählen dürfen, dass Jesus lebt. Für mich ist es das grösste Wunder überhaupt, wenn jemand Jesus kennenlernt.

Chrischona: Herzlichen Dank für das Gespräch. Chrischona wünscht Gottes Segen für wunderheute.tv.