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11.03.2017 09:37 Alter: 73 days
Kategorie: Gemeinden
Von: Penny Pfleger

Wo alle Nationen Gott feiern!

Porträt der Internationalen Kirche Thurgau, einer Initiative von 5 Chrischona-Gemeinden


Logo der Internationalen Kirche Thurgau

Logo der Internationalen Kirche Thurgau, eine Initiative der Chrischona-Gemeinden Aadorf, Felben-Pfyn, Frauenfeld, Steckborn und Weingarten.

Freiwillige Helfer der Internationalen Kirche Thurgau

Freiwillige Helfer der Internationalen Kirche Thurgau

Die Schweiz ist ein Land, in dem Menschen vieler Nationalitäten miteinander leben. Integration ist ein aktuell oft diskutierter Begriff. Eine ganz besondere Art der Integration praktizieren nun fünf Chrischona Gemeinden: die Internationale Kirche Thurgau (IKT) in Frauenfeld.

«Die Schweizer interessieren sich nicht für Ausländer wie mich», platzte es kürzlich aus einer deutschen Gesprächspartnerin heraus. «Das Land ist schön, aber ich werde nicht akzeptiert, obschon ich Christin bin wie die Schweizer», sagte eine Asiatin. Das Szenario ist fast immer gleich: Missverständnisse, Ablehnung, Enttäuschung. Um solchen Menschen zu dienen, haben sich fünf Chrischona-Gemeinden zusammengetan und einen gemeinsamen Gottesdienst gestartet: die Internationale Kirche Thurgau.

Ziel: kulturelle Integration

Beteiligt sind die Opens internal link in current windowChrischona-Gemeinden Aadorf, Felben-Pfyn, Frauenfeld, Steckborn und Weingarten. Unsere Vision ist es, internationalen Christen geistlich zu dienen – «Expats» und «Internationals» aller Kulturen und Hintergründe. Wir bieten ihnen einen Gottesdienst an, in dem sie sich wohl fühlen, wo sie in ihrem Glauben wachsen können und mit ihren einheimischen Geschwistern anderen Menschen dienen können. Wir wollen Christen aus anderen Ländern helfen, sich kulturell zu integrieren, indem wir einen Ort schaffen, an dem sie ihre nicht christlichen Freunde zu Jesus begleiten können. Zu unserer Vision gehört auch das Abbauen von Berührungsängsten der Teilnehmer.

Gottesdienst am 1. Sonntag des Monats

Der monatliche Gottesdienst findet am ersten Sonntag des Monats statt. Wir starten um 16 Uhr mit einem Zvieri. Etwas später beginnt der Gottesdienst, gefolgt von einem internationalen Nachtessen. Das gemeinsame Essen ist sehr wichtig, da es eine gute Gelegenheit für das gegenseitige Kennenlernen und in vielen Kulturen Ausdruck von Gastfreundschaft ist. Wir führen den Gottesdienst in langsam gesprochenem Hochdeutsch durch und verzichten auf Übersetzung mit Kopfhörern. Stattdessen integrieren wir Elemente in verschiedenen Sprachen. So wird zum Beispiel der Segen am Ende des Gottesdienstes immer auf Hochdeutsch und einer anderen Sprache gesprochen.

Ein Tor zu den Lokalgemeinden

Die IKT ist als Zwischenstation gedacht, um ausländischen Christen zu helfen, einen Weg in die Gottesdienste der Lokalgemeinden zu finden. Um dies zu fördern, suchen wir nach weiterführenden Angeboten in den Lokalgemeinden, zum Beispiel mittels internatio­naler Hauskreise. Und indem die Pastoren der fünf Gemeinden im Gottesdienst moderieren und predigen, bauen die Menschen Vertrauen zu den lokalen Gemeinden auf.
Unsere Reihe an Gottesdiensten hat im September 2016 begonnen und wir sind ebenso überrascht wie erfreut, dass jedes Mal 90 bis 160 Personen teilnahmen. Zwei Drittel von ihnen aus anderen Nationen! Ein Mann aus Sri Lanka meinte kürzlich: «Genau so etwas wie die IKT hätte ich gebraucht, als ich damals in die Schweiz kam!»

Möge der Herr uns leiten, damit wir durch die Internationale Kirche Thurgau viele Menschen mit Gottes Liebe erreichen und sein Reich bauen können. Der Herr ist gut!

Penny Pfleger, Pastorin der IKT, ist gemeinsam angestellt von den fünf Chrischona-Gemeinden. Penny lädt dich ein, einen IKT-Gottesdienst zu besuchen. Bring einen internationalen Freund mit! Opens external link in new windowwww.ik-thurgau.ch